
Prof. Dr. Eberhard Sandschneider (geboren 1955) zählt zu den einflussreichsten deutschen Experten für internationale Beziehungen. Seine akademische Laufbahn begann mit der Promotion (1986) und Habilitation (1993) an der Universität des Saarlandes, wobei er sich intensiv mit dem chinesischen Militär und der Stabilität politischer Systeme auseinandersetzte.
Nach seiner Emeritierung an der FU Berlin im Jahr 2020 ist Sandschneider weiterhin eine zentrale Stimme in der geopolitischen Analyse. Im aktuellen Jahr 2026 positioniert er sich kritisch gegenüber einer rein „wertegeleiteten“ Außenpolitik und mahnt zu Realpolitik. In der aktuellen „De-Risking„-Debatte warnt er davor, wirtschaftliche Abhängigkeiten von China einseitig als Schwäche zu betrachten, da diese über Jahrzehnte die Basis des deutschen Wohlstands bildeten. Er plädiert stattdessen für ein belastbares, pragmatisches Verhältnis zur Volksrepublik, um den drohenden Wohlstandsverlust durch eine radikale Entkopplung (Decoupling) zu vermeiden.
Als Partner der Strategieberatung Berlin Global Advisors berät er heute globale Akteure zu den Risiken der sino-amerikanischen Rivalität. In seinen jüngsten Analysen (Stand Februar 2026) betont er die Notwendigkeit einer geeinten europäischen Antwort auf die protektionistische Handelspolitik der USA und fordert eine Korrektur der deutschen China-Strategie hin zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und technologischer Kooperation.
| Wochentag | Datum | Uhrzeit |
|---|---|---|
| Montag | 17.03.2026 | 22:00 |
| Donnerstag | 21.04.2026 | 21:00 |
| Mittwoch | 30.06.2026 | 23:00 |
